Gruppenausstellung // Nürnberg // 2016.10

Die Identitätskrise ab dem 30.09 bis mitte November.

Sich selbst verwirklichen in einer Umgebung der ständigen Bewertung und externen Einflussnahme. Seinen „eigenen Weg“ finden. Sind wir Produkte unseres freien Geistes? Sind wir das Ergebnis lebenslanger „Entziehung“ und Medieneinflusses?

Diesen Fragestellungen widmen sich Bogi Nagy und Grafityl in der Vernissage „Illusion – Normalität“ ab dem 30.09.2016 in der Nordkurve.

Die Pop-Art-Künstler vertreten thematisch und handwerklich unterschiedliche Blickwinkel, welche einander zu einem überraschendem Gesamtbild ergänzen. In einem Pool aus Reflexion und Affekt trifft schonungslose Gesellschaftskritik auf eine dem Narzissmus schmeichelnde Ästhetik. Subkultur und Mainstream stellen sich – zugespitzt auf das Beispiel der Transgender-Kultur – gegenseitig in Frage.

Mit Tape-Art umgehüllte Geheimboxen auf der einen – und digitale Illustrationen auf der anderen Seite werfen zwei gegenüber liegende Wände ihre jeweils eigenen Interpretationen in den Raum. Sie fordern unweigerlich die aktive und sinnliche Beteiligung des Betrachters ein.

Verweisen sie auf einander, oder schließen sie sich gegenseitig aus? Werden Widersprüche aufgedeckt oder handelt es sich um Synergie? Entlarvt sich die vermeintlich freiheitliche Selbstverwirklichung des Individuums als eigentlicher Akt der Anpassung? Funktionieren andere Kulturen nicht nach ähnlichen Regeln, wie die der Allgemeinheit?

In einer kreativen Umgebung aufsehenerregender Arbeiten der Künstler werden Toleranz und Ideologie des Besuchers zuweilen auf die Probe gestellt.

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